
WIE DIE SSS KUPPLUNG FUNKTIONIERT
Rotiert das Antriebsteil (E), rotiert die Kupplungshülse (C) ebenfalls solange mit, bis ein Zahn der Klinkenverzahnung (G) mit der Klinke (A) in Kontakt kommt und die weitere Rotation relativ zum
Abtriebsteil (F) verhindert. Bei diesem Vorgang wird die Kupplungsverzahnung exakt Zahn auf Lücke ausgerichtet.
Beim Weiterdrehen des Antriebsteiles bewegt sich die Kupplungshülse längs des Steilgewindes. Dabei wird die Kupplungsverzahnung praktisch ohne Flankenkontakt axial in Eingriff gebracht. Während dieses Vorganges übernehmen die Klinken lediglich die Stützkraft die sich aus der Axialverschiebung der Kupplungshülse auf dem Steilgewinde ergibt.

Einrückvorgang


Einrückvorgang (Klinken außer Eingriff)

Während der Axialbewegung der Kupplungshülse (C) längs des Antriebsteiles (E), kommen dieKlinken mit der Klinkenverzahnung außer Kontakt, während die Kupplungsverzahnung in Eingriff kommt. Die Einrück- bewegung setzt sich fort.
Das Antriebsdrehmoment wird erst dann von dem Antriebsteil auf das Abtriebsteil übertragen, wenn die Kupplungshülse (C) ihre Axialbewegung beendet hat, d.h. wenn sie zum Anschlag mit dem Antriebsteil gekommen ist und damit die Kupplung vollkommen eingerückt ist.Die Klinken sind außer Eingriff und damit lastfrei.
Wird bei einer Schraubverbindung die Mutter gegen den Schraubenkopf geschraubt, entstehen keine äußeren Axialkräfte. Ähnlich verhält sich der Vorgang bei der SSS Kupplung. Auch im eingerückten Zustand, wenn die Kupplungshülse zum Endanschlag mit dem Antriebsteil gekommen ist und Drehmoment auf das Abtriebsteil übertragen wird, entstehen keine nach außen wirkenden Axialkräfte durch das Steilgewinde.
Wird die Drehzahl des Antriebsteiles relativ zur Drehzahl des Abtriebsteiles reduziert, kehrt sich das Drehmoment infolge der Steilgewindewirkung um, und die Kupplungshülse (C) bewegt sich in die Ausrückstellung. Das Abtriebsteil überholt das Antriebsteil. Somit herrscht “Freilauf”.
Bei hohen Überholdrehzahlen wird das Ratschen der Klinken durch die Wirkung der Zentrifugalkraft, infolge geeigneter Schwerpunktanordnung der Klinken verhindert.

